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Volksschule Leiblfing unterstützt Schüler in Afghanistan
„Die Tinte eines Schülers ist mehr wert als das Blut eines Märtyrers“
Leiblfing. Die Volksschule Leiblfing spendete in den vergangenen Jahren einen Teil des Erlöses aus dem Weihnachtsmarkt der Kinderhilfe Afghanistan, die der ehemalige Bundeswehrarzt Dr. Erös aufgebaut hat. Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, Schulen zu bauen, um Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen.
Frau Erös hatte die Einladung der Volksschule Leiblfing zu einem Vortrag über die Afghanistanhinderhilfe angenommen und so konnte Schulleiter Franz Hottner sie am Freitagvormittag begrüßen.
Das Anliegen von Frau Erös war, den Grund- und Hauptschülern über Land und Leute in Afghanistan zu berichten und ihnen aufzuzeigen, was mit den Spendengeldern aus Deutschland getan wird.
Das Land, das zweimal so groß ist wie Deutschland, leidet seit 25 Jahren unter Krieg und Bürgerkrieg. Die damalige UdSSR wollte 1979 das Land in einem Blitzkrieg erobern und der damaligen Sowjetunion unterstellen. Der hartnäckige Widerstand der Afghanen zwang nach 10 Jahren die Russen zum Rückzug. In diesem für beide Seiten verlustreichen Krieg hatten 1,2 Millionen Afghanen das Leben verloren und ein Drittel der Bevölkerung war aus dem Land geflohen. Nun folgte um die Macht im Land ein jahrelanger Bürgerkrieg, der die Zerstörung von noch intakten Strukturen zur Folge hatte. Dem geschundenen Land versprachen religiöse Fanatiker – die Taliban – mit der Errichtung eines Gottesstaates den ersehnten Frieden. Da die Afghanen aber grundsätzlich fröhliche Menschen und Anhänger eines toleranten Islams sind, empfanden sie die regierenden Taliban zunehmend als Unterdrückung. Die Amerikaner beendeten schließlich mit ihrem Einmarsch in Afghanistan die Schreckensherrschaft der Taliban.
Beim Wiederaufbau des zerstörten Landes beteiligen sich auch deutsche Soldaten, zumal zwischen Afghanistan und Deutschland eine lange Freundschaft besteht.
An erster Stelle steht die Versorgung der unterernährten Kinder mit Nahrungsmitteln. Beim Aufbau der zerstörten Häuser werden finanzielle Hilfen gewährt. Die vielen von Bomben und Minen Verletzten müssen ärztlich versorgt werden und das noch sehr lange, denn bis alle Minen entfernt sind, dauert es noch viele Jahre. Da auch die meisten Schulen zerstört wurden, fördert das Hilfswerk besonders die schulische Ausbildung. Dies ist ganz besonders wichtig, da die gebildeten Afghanen wegen der Kriege das Land verlassen haben und jetzt beim Wiederaufbau fehlen. Schon mehrere vom Hilfswerk gegründete Schulen haben den Unterrichtsbetrieb für Tausende von Schülern und besonders Schülerinnen aufgenommen, denn diesen war zu Zeiten der Taliban der Schulbesuch untersagt. Der Bau von acht weiteren Schulen ist geplant. An allen Schulen des Hilfswerkes steht ein tiefsinniger Spruch aus dem Koran: „Die Tinte eines Schülers ist mehr wert als das Blut eines Märtyrers.“
Am Schluss ihres Vortrags dankte Frau Erös den Schülerinnen für ihre bisherige finanzielle Unterstützung und bat sie auch weiterhin an die Kinder in Afghanistan zu denken.
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